Fördermöglichkeiten

Auch bei Fördermaßnahmen lässt Sie der WIRTSCHAFTScampus nicht alleine. Selbstverständlich ist es möglich, Fördermaßnahmen für unsere Lehrgänge in Anspruch zu nehmen. Informieren Sie sich über aktuelle Fördermaßnahmen, wie z.B. die Bildungsprämie, das Aufstiegs-BAföG oder den Bildungsscheck NRW sowie die Förderung durch ein Stipendium (Begabtenförderung) oder den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr im Internet oder in einer der zahlreichen Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Für Teilnehmer aus Bayern ist aktuell der Meisterbonus bis zum Jahr 2020 verlängert worden, d.h. bei einem erfolgreichen Abschluss des Bilanzbuchhalters (IHK) oder Bilanzbuchhalters International (IHK) erhalten Sie diesen Bonus von Ihrer IHK. Weitere Informationen finden Sie unten in unserer Auflistung.

Diese Auflistung der Fördermaßnahmen entbehrt der Vollständigkeit. Die hier dargestellten Fördermöglichkeiten beziehen sich auf den Leitfaden "Weiterbildung finanzieren" der Stiftung Warentest vom Februar 2016 (nachzulesen auch unter: Stiftung Warentest - Weiterbildung finanzieren) und sind selbstverständlich ohne Gewähr. Wir haben nur Fördermöglichkeiten aufgelistet, die für unsere Weiterbildungsangebotze infrage kommen.


Der Prämiengutschein ist die Zusage, dass der Staat einen Teil der Kosten für eine Weiterbildung übernimmt. Beantragen können ihn Arbeitnehmer und Selbstständige über 25 Jahren, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen bis 20.000 Euro (gemeinsam Veranlagte: bis 40.000 Euro) beträgt. Auch Arbeitnehmer im Mutterschutz und in Eltern- bzw. Pflegezeit erhalten den Prämiengutschein.

Was wird gefördert? Der Prämiengutschein ist Teil des Programms „Bildungsprämie“ und kann für eine berufliche Weiterbildung eingesetzt werden, die bis zu 1.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer kostet. Dabei darf es sich jedoch nicht um eine betriebliche Schulung handeln. Wer Interesse an regelmäßiger beruflicher Weiterbildung hat, kann den Prämiengutschein alle zwei Jahre neu beantragen.

Wie wird gefördert? Der Gutschein deckt die Hälfte der Kurskosten ab, maximal aber 500 Euro. Die andere Hälfte der Kosten muss der Antragsteller aus eigener Tasche bezahlen.

Wer ist Ansprechpartner? Der Prämiengutschein ist nach einem Beratungsgespräch in einer ausgewiesenen Beratungsstelle erhältlich. Adressen von Beratungsstellen und weitere Informationen gibt es auf www.bildungspraemie.info im Internet und unter der kostenlosen Rufnummer 08 00/2 62 30 00.

Änderungen zum 1. Juli 2017:

1. Aufhebung der 1.000-Euro-Grenze in Bundesländern ohne anschließendes Landesprogramm (außer in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein), d. h. es werden auch Maßnahmen gefördert, die mehr als 1.000 Euro kosten. Die Höhe der Förderung beträgt weiterhin 50 Prozent der Veranstaltungsgebühren, maximal jedoch 500 Euro.
2. Förderung von Prüfungen, wenn diese in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der geförderten Weiterbildungsmaßnahme stehen. Voraussetzung: Die Kosten für die Prüfung müssen auf der Rechnung für die Maßnahme ausgewiesen bzw. über den Weiterbildungsanbieter bezahlt werden.
3. Nutzung eines Prämiengutscheins für mehrere Kurse unter einem inhaltlichen Weiterbildungsziel
4. Aufhebung der 25-Jahre-Altersgrenze, d. h. auch Personen unter 25 Jahren können den Prämiengutschein nun beantragen.
5. Jährliche Gutscheinausgabe, d. h.Weiterbildungsinteressierte können pro Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten (nicht wie bisher alle 2 Jahre).
6. Öffnung für Altersrentnerinnen und –rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre, d. h. auch Rentnerinnen und Rentner bzw. Pensionärinnen und Pensionäre können einen Prämiengutschein erhalten, sofern sie mindestens 15 Stunden wöchentlich erwerbstätig sind und die Einkommensgrenzen einhalten.

Das Programm können Arbeitnehmer nutzen, die über den Betrieb vermögenswirksame Leistungen (siehe Glossar) ansparen und das Geld für Weiterbildung verwenden wollen. Auch Arbeitslose, Berufsrückkehrer und Selbstständige, die in der Vergangenheit ein solches Guthaben angesammelt haben, können den Spargutschein nutzen.

Was wird gefördert? Mit dem Spargutschein, dem zweiten Baustein des Programms „Bildungsprämie“, lassen sich längere und damit oft kostenintensive Weiterbildungen leichter finanzieren.

Wie wird gefördert? Sparer, die ein Sparguthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz (VermBG) besitzen, können ihr Geld bereits vor Ablauf der Sperrfrist entnehmen und damit eine berufliche Weiterbildung finanzieren. Im Normalfall darf das Guthaben sieben Jahre lang nicht angetastet werden, sonst geht die Arbeitnehmersparzulage verloren – ein Extra vom Staat für Sparer mit geringerem Verdienst. Fließt das Geld in die Weiterbildung, bleibt die Zulage jedoch erhalten. Übrigens: Der Spargutschein lässt sich gleichzeitig mit dem Prämiengutschein nutzen.

Wer ist Ansprechpartner? Interessierte informieren sich zunächst bei ihrer Bank über die Konditionen für eine vorzeitige Geldentnahme aus ihrem Sparvertrag. Danach vereinbaren sie einen Termin in einer ausgewiesenen Beratungsstelle. Diese stellt den Spargutschein nach einer Beratung aus. Adressen von Beratungsstellen sind auf www.bildungspraemie.info und telefonisch unter 08 00/2 62 30 00 erhältlich. Mit dem Sparutschein können sich Weiterbildungswillige dann für einen Kurs anmelden. Im letzten Schritt lösen sie den Spargutschein bei ihrer Bank ein und entnehmen Geld aus ihrem Sparvertrag.

Bessere Leistungen, erweiterte Förderung, weniger Bürokratie: Zum 01. August 2016 sind grundlegende Änderungen der Aufstiegsförderung in Kraft getreten.

Das Aufstiegs-BAföG kommt für Arbeitnehmer, Berufsrückkehrer und Selbstständige infrage, die eine Aufstiegsfortbildung machen wollen. Diese finanzielle Unterstützung gab es früher nur für Hochschulstudenten oder Schüler. Jetzt können auch Berufspraktiker ihren Lehrgang komplett über das Aufstiegs-BAföG finanzieren. Voraussetzung: Antragsteller müssen eine Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung absolviert haben oder über einen vergleichbaren Berufsabschluss verfügen. Auch Arbeitslose sind unter bestimmten Bedingungen förderfähig. Sie sollten sich aber mit ihrer Arbeitsagentur abstimmen.

Was wird gefördert? Das Aufstiegs-BAföG gibt es für berufliche Aufstiegsfortbildungen, etwa zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Fachkaufmann, Techniker, Fachkrankenpfleger oder Fachwirt. Die Lehrgänge müssen mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen und können sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit stattfinden. Nicht gefördert werden Abschlüsse, die oberhalb der Meisterebene liegen, zum Beispiel Hochschulabschlüsse.

Wer bekommt das Aufstiegs-BAföG? Einen Antrag auf Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) kann stellen, wer:
* im Besitz der deutschen oder der Staatsangehörigkeit eines der Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist
* und sich als Handwerker, Techniker oder Fachkraft in Voll- oder Teilzeit auf den Fortbildungsabschluss zum Handwerks- oder Industriemeister, Fachkaufmann/-frau oder BetriebswirtIn u. a. vorbereitet.

Eine Altersgrenze besteht nicht. Für AntragstellerInnen, die die Staatsangehörigkeit eines außerhalb der EU liegenden Staates besitzen, bestehen besondere Voraussetzungen.

Die AFBG-Förderung wurde erweitert:
- auf Bachelor-Absolventen und -Absolventinnen, die zusätzlich eine Aufstiegsqualifizierung anstreben und die Voraussetzungen hierfür erfüllen sowie
- auf Personen, die nach den jeweiligen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsregelungen für eine Aufstiegsqualifizierung ohne Erstausbildungsabschluss zur Prüfung oder zur entsprechenden schulischen Qualifizierung zugelassen werden können (zum Beispiel Studienabbrecher/-innen oder Abiturienten/Abiturientinnen mit Berufspraxis).

Wie hoch ist das Aufstiegs-BAföG? Das Aufstiegs-BAföG ist ein Mix aus Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen, und zinsgünstigen Darlehen. Für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von bis zu 15.000 Euro:
* 40% der persönlichen Fördersumme wird derzeit vom Staat als Zuschuss vergeben, muss also nicht zurückgezahlt werden.
* Die restlichen 60% der Summe werden als zinsgünstiges Darlehen gewährt.
* Teilnehmer im Vollzeitlehrgang erhalten außerdem Zuschüsse und Darlehen für ihren Lebensunterhalt.
* Bei erfolgreich bestandener Abschlußprüfung werden zusätzlich 40% des genommenen Darlehens auf Antrag erlassen.

Wo bekomme ich das Aufstiegs-BAföG? Zuständig sind die Ämter für Ausbildungsförderung am Wohnort. Adressen und Ansprechpartner, ausführliche Informationen, Beispielrechnungen sowie die Antragsunterlagen finden Sie auf der Webseite www.aufstiegs-bafoeg.de oder telefonisch unter der gebührenfreien Hotline des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, Telefon: 0800-6223634.
Alle Neuerungen im AFBG finden Sie noch einmal komplett zusammengestellt in der Übersicht: Das neue AFBG auf einen Blick.

Das Stipendienprogramm richtet sich an engagierte Fachkräfte unter 25 Jahren. Voraussetzung sind eine abgeschlossene Berufsausbildung und besondere Leistungen in Ausbildung oder Beruf, etwa der Abschluss der Ausbildung mit der Note 1,9 oder besser. Neben Arbeitnehmern sind auch Arbeitslose und Selbstständige förderfähig. Die Altersgrenze kann sich um bis zu drei Jahre verschieben, falls zum Beispiel Elternzeit oder Freiwilligendienste anzurechnen sind.

Was wird gefördert? Das Stipendium gibt es für fachbezogene berufliche Weiterbildungen, zum Beispiel zum Handwerksmeister, Techniker oder Fachwirt. Gefördert werden aber auch fachübergreifende Qualifizierungen wie Sprach-, Rhetorik- oder Computerkurse. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch ein berufsbegleitendes Studium förderfähig.

Wie wird gefördert? Stipendiaten erhalten bis zu 6.000 Euro – verteilt auf drei Jahre – für beliebig viele förderfähige Weiterbildungen. Pro Jahr gibt es bis zu 2.000 Euro – bei einem Eigenanteil von 10 Prozent. Neben den Kursgebühren werden auch Ausgaben für Arbeitsmittel, Fahrten zum Kursort und Unterkunft bezuschusst.

Wer ist Ansprechpartner? Wer eine Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung absolviert hat, wendet sich an seine zuständige Stelle. Das ist die Institution, die den Ausbildungsvertrag unterzeichnet hat – in der Regel eine Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Weitere Infos gibt es unter www.weiterbildungsstipendium.de.

Brandenburg: Bildungsscheck

Mit dem Bildungsscheck bezuschusst das Land Weiterbildungen von Arbeitnehmern, die ihren Hauptwohnsitz in Brandenburg haben.

Was wird gefördert? Der Bildungsscheck gilt für berufliche Weiterbildungen inklusive Prüfungsgebühren. Nicht förderfähig sind dagegen Qualifikationen, die zu einem Berufsabschluss führen – es sei denn, der Antragsteller weist nach, dass er von einer Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), auch Aufstiegs-BAföG genannt, ausgeschlossen ist. In diesem Fall kommen auch berufsbegleitende oder postgraduale Studiengänge sowie Aufstiegsfortbildungen im Sinne des AFBG infrage.

Wie wird gefördert? Es gibt Zuschüsse von bis zu 70 Prozent zu den Kosten der Weiterbildung. Allerdings muss der Kurs inklusive Prüfungsgebühren mindestens 1.000 Euro kosten. Der Bildungsscheck ist bis zu zweimal im Jahr erhältlich.

Wer ist Ansprechpartner? Anträge sind über das Kundenportal der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) auf der Informationsseite der ILB zu stellen, und zwar mindestens sechs Wochen vor Beginn der Weiterbildung. Der jeweilige Kurs darf erst nach der Förderzusage der ILB gebucht werden. Die ILB lässt sich auch über das Infotelefon Arbeit unter 03 31/6 60 22 00 kontaktieren.

Bremen: Weiterbildungsscheck

Mit dem Weiterbildungsscheck werden an- und ungelernte Arbeitnehmer gefördert, deren zu versteuerndes Einkommen maximal 20.000 Euro beträgt (bei gemeinsam Veranlagten 40.000 Euro). Darüber hinaus stehen Arbeitslose im Fokus sowie Personen, die keine Ausbildung aber mehrjährige Berufserfahrung haben und nachträglich einen Berufsabschluss erwerben wollen. Zur Zielgruppe gehören außerdem Personen, die ihren Abschluss im Ausland erworben haben. Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in Bremen haben.

Was wird gefördert? Den Weiterbildungsscheck gibt es für berufliche Weiterbildungen und für Qualifizierungen, die zu einem Berufsabschluss führen.

Wie wird gefördert? Je nach Zielgruppe variieren die Zuschüsse. An- und ungelernte Beschäftigte zum Beispiel erhalten für eine berufliche Weiterbildung 500 Euro. Dabei muss der Kurs mindestens 1.000 Euro kosten. Bei Arbeitslosen deckt der Weiterbildungsscheck die Hälfte der Kurskosten ab, maximal aber 500 Euro. Die ausgewählte Weiterbildung darf nicht mehr als 1.000 Euro kosten. Einen Überblick über die Modalitäten für jede Zielgruppe gibt es auf der Webseite der Stadt Bremen unter Bremer Weiterbildungsscheck (PDF).

Wer ist Ansprechpartner? Der Weiterbildungsscheck ist nach einem persönlichen Beratungsgespräch in zentralen Anlaufstellen erhältlich. Ansprechpartner finden Interessierte auf der Webseite der Stadt Bremen unter Weiter mit Bildung und Beratung und unter Bremer Weiterbildungsscheck (PDF).

Achtung: Der Weiterbildungsscheck wird nur bis zum 31. Dezember 2015 ausgestellt.

Hamburg: Weiterbildungsbonus

Mit dem Weiterbildungsbonus werden Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern gefördert. Beantragen können ihn auch Beschäftigte in Elternzeit, Geringqualifizierte und Aufstocker. Im Fokus stehen ferner Beschäftigte, die im Rahmen des „Hamburger Modells“ wieder zu arbeiten beginnen, sowie Selbstständige und Arbeitnehmer in der Kreativwirtschaft. Antragsteller müssen entweder in Hamburg leben oder dort arbeiten.

Was wird gefördert? Je nach Zielgruppe sind nicht nur berufliche Weiterbildungen förderfähig, sondern auch Coachings.

Wie wird gefördert? Je nach Personengruppe gibt es Zuschüsse von 50 bis 100 Prozent, maximal aber 2.000 Euro. Antragsteller müssen sich gegebenenfalls an den Kosten beteiligen.

Wer ist Ansprechpartner? Der Weiterbildungsbonus ist vor Beginn eines Kurses zu beantragen bei der Firma zwei P Plan: Personal, Haferweg 46, 22769 Hamburg, Tel. 0 40/28 40 78 30. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet auf www.weiterbildungsbonus.net.

Hessen: Qualifizierungsscheck

Der Schwerpunkt in Hessen liegt auf dem Thema Nachqualifizierung. Den Qualifizierungsscheck erhalten deshalb Beschäftigte, die keinen Berufsabschluss haben oder ihren erlernten Beruf seit mindestens vier Jahren nicht mehr ausüben. Der Hauptwohnsitz des Antragstellers muss in Hessen liegen.

Was wird gefördert? Berufliche Weiterbildungen, die mehr als 1.000 Euro kosten und zu einem Berufsabschluss führen. Der Kurs muss bei einem zertifizierten Bildungsanbieter stattfinden.

Wie wird gefördert? Mit dem Qualifizierungsscheck werden 50 Prozent der Teilnahme- und Prüfungsgebühren übernommen, maximal aber 4.000 Euro. Die übrigen 50 Prozent sind entweder vom Antragsteller selbst oder von seinem Arbeitgeber zu tragen.

Wer ist Ansprechpartner? Zuständig ist der Verein Weiterbildung Hessen. Er stellt den Qualifizierungsscheck aus – nach einer kostenlosen Beratung bei einem Bildungscoach, der auf Wunsch auch ins Unternehmen des Antragstellers kommt, oder in einer mobilen Nachqualifizierungsstelle. Adressen und weitere Informationen finden Interessierte auf www.proabschluss.de.

Nordrhein-Westfalen: Bildungsscheck

Der Bildungsscheck lässt sich für individuelle berufliche Weiterbildungen nutzen. Gefördert werden Personen, die in Nordrhein-Westfalen arbeiten. Der Betrieb des Antragstellers darf jedoch höchstens 249 Mitarbeiter haben, und das zu versteuernde Jahreseinkommen 30.000 Euro (gemeinsam Veranlagte: 60.000 Euro) nicht übersteigen. Das Angebot schließt Beschäftigte in Elternzeit ein. Ferner erhalten auch Berufsrückkehrer den Bildungsscheck.

Was wird gefördert? Der Bildungsscheck kann für berufliche Weiterbildungen eingesetzt werden, die fachliche Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen vermitteln. Nicht förderfähig sind arbeitsplatzbezogene Anpassungsqualifizierungen wie etwa Schulungen an Maschinen.

Wie wird gefördert? Der Bildungsscheck wird nach einer Beratung in einer der Beratungsstellen des Landes ausgestellt. Er deckt 50 Prozent der Kurs- und Prüfungsgebühren ab, maximal aber 500 Euro. Die geplante Weiterbildung muss mindestens 500 Euro kosten. Ausgaben für Lehrmaterial, Fahrten zum Kursort, Unterbringung und Verpflegung muss jeder aus eigener Tasche bezahlen. Der Bildungsscheck kann alle zwei Kalenderjahre beantragt werden.

Wer ist Ansprechpartner? Interessierte wenden sich an eine Bildungsberatungsstelle an ihrem Wohnort, im Internet zu finden auf www.weiterbildungsberatung.nrw/beratungsstellensuche. Informationen erteilt auch das Infotelefon berufliche Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen unter der Rufnummer 02 11/8 37 19 29.

Rheinland-Pfalz: QualiScheck

Der QualiScheck fördert Arbeitnehmer, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen sich auf mehr als 20.000 Euro (gemeinsam Veranlagte: 40.000 Euro) beläuft. Beschäftigte mit geringerem Verdienst werden nur gefördert, wenn die Weiterbildung mehr als 1.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer kostet. Der Hauptwohnsitz des Antragstellers muss in Rheinland-Pfalz liegen.

Was wird gefördert? Der QualiScheck gilt für berufliche Weiterbildungen, die Fach-, Methoden- oder Sozialkompetenzen vermitteln und mindestens 100 Euro kosten.

Wie wird gefördert? Es werden 50 Prozent der Kurskosten (Lehrgangs- und Prüfungsgebühren) erstattet, maximal jedoch 500 Euro. Kosten für Lehrmaterial, Fahrten zum Kursort, Unterbringung und Verpflegung sind nicht förderfähig. Der Quali-Scheck ist einmal pro Jahr erhältlich.

Wer ist Ansprechpartner? Der QualiScheck ist beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz zu beantragen – und zwar spätestens zwei Monate vor Beginn der Weiterbildung. Antragsformulare sind unter www.qualischeck.rlp.de abrufbar oder lassen sich unter der Rufnummer 08 00/5 88 84 32 anfordern.
Wichtig: Die Anmeldung zur Weiterbildung ist erst nach Erhalt des QualiSchecks zulässig. Der Zuschuss zu den Kosten wird nach Abschluss des Kurses erstattet.

Sachsen: Weiterbildungsscheck

Der Weiterbildungsscheck richtet sich an Auszubildende und Berufsfachschüler über 18 Jahre, an geringfügig Beschäftigte, die bis zu 450 Euro im Monat verdienen, an Berufsrückkehrer, die arbeitslos oder -suchend gemeldet sind, und an Arbeitslose, die keine Leistungen der Arbeitsagentur beziehen. Unter bestimmten Bedingungen sind auch Arbeitnehmer und Beschäftigte im öffentlichen Dienst förderfähig. Der Hauptwohnsitz der Antragsteller muss in Sachsen liegen.

Was wird gefördert? Es gibt Zuschüsse zu beruflichen Weiterbildungen, die bei Bildungsdienstleistern stattfinden müssen.

Wie wird gefördert? Je nach Zielgruppe werden 50 bis 80 Prozent der Kurskosten inklusive Prüfungsgebühren übernommen. Den Rest muss der Antragsteller aus eigener Tasche bezahlen. Auch Kosten für Fahrten zum Kursort und die Unterbringung muss jeder selbst tragen. Bei Arbeitnehmern und geringfügig Beschäftigten müssen die förderfähigen Kosten mindestens 1.000 Euro betragen, bei den anderen Personengruppen mindestens 300 Euro.

Wer ist Ansprechpartner? Anträge sind vor Beginn der Weiterbildung bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank einzureichen. Antragsformulare stehen im Internet bei der Sächsischen Aufbaubank.

Achtung: Da die Auswahl der Weiterbildung nach Kriterien der Wirtschaftlichkeit erfolgt, müssen Interessenten ihrem Antrag mindestens drei inhaltlich und preislich vergleichbare Angebote von Bildungsanbietern beifügen.

Sachsen-Anhalt: Weiterbildung direkt

Das Programm richtet sich an Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen monatlichen Bruttogehalt unter 4.575 Euro, an Arbeitslose, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und an Berufsrückkehrer. Kandidaten müssen ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Eine weitere Zielgruppe sind Auszubildende in Betrieben und Schüler von Ausbildungsgängen an Berufsfachschulen über 18 Jahren. Ausbildungsbetrieb bzw. Berufsfachschule müssen in Sachsen-Anhalt liegen.

Was wird gefördert? Arbeitnehmer, Arbeitslose und Berufsrückkehrer erhalten Zuschüsse für individuelle berufliche Weiterbildungen, weiterbildende Studiengänge und Coachings, die mehr als 1.000 Euro kosten. Auszubildende und Schüler an Berufsfachschulen bekommen Finanzspritzen für die Teilnahme an Lehrgängen, die Zusatzqualifikationen vermitteln, zum Beispiel für Sprach- und IT-Kurse oder für Lehrgänge, die soziale, kommunikative und interkulturelle Kompetenzen trainieren. Die ausgewählten Kurse müssen mindestens 500 Euro kosten.

Wie wird gefördert? Je nach Zielgruppe werden 60 bis 90 Prozent der Ausgaben für die Weiterbildung übernommen. Dazu zählen zum Beispiel auch Kosten für Fahrten zum Kursort, für Übernachtungen und Kinderbetreuung. Bei Auszubildenden und Berufsfachschülern ist der Zuschuss auf bis zu 3.000 Euro begrenzt. Bei den übrigen Zielgruppen beträgt die Zuwendung bis zu 25.000 Euro.

Wer ist Ansprechpartner? Anträge sind mindestens sechs Wochen vor Beginn der Weiterbildung an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt zu stellen. Antragsformulare sind auf der Website der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Fragen zum Programm und zur Antragstellung beantwortet die kostenlose Hotline unter 08 00/5 60 07 57.

Schleswig-Holstein: Weiterbildungsbonus

Den Weiterbildungsbonus können Auszubildende und Arbeitnehmer – inklusive Aufstocker – beantragen, die in Schleswig-Holstein arbeiten oder wohnen. Von der Förderung profitieren auch Inhaber von Kleinstbetrieben und Freiberufler, die weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen.

Was wird gefördert? Den Weiterbildungsbonus gibt es für berufliche Weiterbildungen, die mindestens 16 und maximal 400 Zeitstunden umfassen. Infrage kommen auch Onlinekurse und Fernlehrgänge, die durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) akkreditiert sind, sowie wissenschaftliche Weiterbildungen an Hochschulen, zum Beispiel einzelne Module eines Studiengangs. Ein Vollzeitstudium wird jedoch nicht gefördert. Bei Auszubildenden muss der geplante Kurs Inhalte vermitteln, die in der Ausbildung nicht behandelt werden.

Wie wird gefördert? Bis zu 50 Prozent der Kurskosten können übernommen werden, maximal jedoch 2.000 Euro. Die übrigen 50 Prozent sind vom Arbeitgeber zu zahlen. Weitere Bedingung: Die förderfähigen Kurskosten, zu denen auch Gebühren für Prüfungen und Lehrmaterial zählen, müssen mindestens 160 Euro betragen. Kosten für Reisen zum Kursort und für die Unterbringung sind nicht förderfähig.

Wer ist Ansprechpartner? Anträge sind vor Beginn der Weiterbildung bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein zu stellen. Antragsformulare sind auf www.ib-sh.de/ im Internet abrufbar oder können telefonisch unter 04 31/99 05 22 22 angefordert werden.

Thüringen: Weiterbildungsscheck

Den Weiterbildungsscheck erhalten Arbeitnehmer in Thüringer Unternehmen. Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen muss zwischen 20 000 und 40 000 Euro liegen (bei gemeinsam Veranlagten zwischen 40.000 und 80.000 Euro).

Was wird gefördert? Weiterbildungen, die Kenntnisse, Fähigkeiten oder Fertigkeiten für den Beruf vermitteln und bei einem Bildungsinstitut stattfinden.

Wie wird gefördert? Es gibt einen Zuschuss zu der Weiterbildung von bis zu 500 Euro. Der Weiterbildungsscheck ist alle zwei Kalenderjahre erhältlich.

Wer ist Ansprechpartner? Anträge sind bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen zu stellen, und zwar vor Buchung des Kurses. Antragsformulare stehen unter www.gfaw-thueringen.de. Der Zuschuss wird erst nach Abschluss der Weiterbildung ausgezahlt.

Was ist das? Unter Bildungsurlaub oder Bildungsfreistellung versteht man den gesetzlichen Anspruch auf freie Tage für berufliche oder auch politische Weiterbildungen. Arbeitgeber müssen Beschäftigte freistellen, damit diese an Kursen teilnehmen können. Lohn oder Gehalt fließen in dieser Zeit weiter, die Kosten für den Kurs trägt der Mitarbeiter jedoch selbst.

Wer erhält Bildungsurlaub? Bislang haben Arbeitnehmer in 14 Bundesländern ein Recht darauf. In Thüringen können nun endlich auch seit Anfang 2016 Arbeitnehmer den Bildungsurlaub in Anspruch nehmen. Nur in Bayern und Sachsen gibt es noch keine Regelung dafür.

Tipp: Eine Übersicht über die Gesetze der Bundesländer steht auf www.iwwb.de/links/bildungsurlaub, weitere ausführliche Informationen finden Sie auch unter www.bildungsurlaub.de im Internet.

Um wie viele Tage geht es? Meist stehen Mitarbeitern fünf Tage pro Jahr zu. Oft lässt sich der Anspruch eines Jahres mit ins folgende nehmen – für zehn Tage am Stück.

Wie wird Bildungsurlaub beantragt? Arbeitnehmer beantragen ihn bis spätestens sechs bis acht Wochen vor Kursbeginn bei ihrem Arbeitgeber. Dem Antrag ist die Anerkennung des Kurses als Bildungsurlaub beizulegen. Diese stellt der Kursanbieter aus. Der Chef kann den Bildungsurlaub nur aus wichtigen betrieblichen Gründen ablehnen.

Seit 1. September 2013 erhält jeder erfolgreiche Absolvent einer Fortbildung zum Meister, Fachwirt, Fachkaufmann oder Betriebswirt vom Freistaat Bayern einen Meisterbonus in Höhe von 1.000 Euro. Der Meisterbonus wird als zusätzliche Förderung neben dem „Aufstiegs-BAföG„ gewährt und soll nach dem Wegfall der Studiengebühren in Bayern die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung unterstreichen. Die Richtlinie zur Vergabe des Meisterbonus ist aktuell bis 2020 verlängert worden.

Voraussetzung
Voraussetzung für den Meisterbonus ist, dass der Hauptwohnsitz oder der Beschäftigungsort zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung oder zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses in Bayern liegen und die Prüfung vor der fachlich und örtlich zuständigen Stelle im Freistaat Bayern abgelegt wurde, die dann auch das Zeugnis ausstellt.

Der Meisterbonus muss nicht extra beantragt werden - die IHK Würzburg-Schweinfurt ermittelt nach Abschluss der Prüfung die Berechtigten und zahlt den Meisterbonus zu zwei festgelegten Terminen pro Jahr aus.

Wer bekommt den Meisterbonus?
Dies betrifft die Teilnehmer unserer Lehrgänge mit Abschluss zum Gepr. Bilanzbuchhalter/-in (IHK) und zum Gepr. Bilanzbuchhalter/-in International (IHK) aus Bayern, diese Abschlüsse zählen zu der Fortbildung als Fachkaufmann.

Informationen dazu finden Sie auch auf der Internetseite der Bayerischen Staatsregierung oder der IHK Würzburg-Schweinfurt. Für konkrete Fragen stehen wir und die IHK Würzburg-Schweinfurt gern zur Verfügung.